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Ratgeber für Behörden-Verfahren — 2026

Ihr Name steht in einer Behörden-Pressemitteilung. Das können Sie realistisch tun.

Behörden-Pressemitteilungen von SEC, DOJ, BaFin oder ähnlichen Behörden sind das schwierigste Reputationsproblem im Internet. Die direkte Entfernung ist selten möglich — aber es gibt einen klaren Strategiepfad.

Autor: Anthony Will, CEO & Co-Founder Aktualisiert: 25. Mai 2026 Sprache: Deutsch 🌐 Englisch lesen
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WARUM BEHÖRDEN-PMS BESONDERS SCHWIERIG SIND

Warum Behörden-Pressemitteilungen das schwierigste Reputationsproblem im Internet sind

Behörden-Pressemitteilungen kombinieren drei Eigenschaften, die sie besonders hartnäckig machen: Autorität (Behördenwebsites ranken sehr hoch in Google), Dauerhaftigkeit (Behörden löschen veröffentlichte PMs in der Regel nicht) und Verbreitung (Behörden-PMs werden von vielen Medien aufgegriffen und weiterverbreitet).

Das bedeutet: Selbst wenn eine Klage später fallen gelassen wurde, ein Verfahren eingestellt wurde oder ein Vergleich "ohne Eingeständnis" geschlossen wurde — die originale Behörden-PM bleibt online und rangiert prominent. Die Anklage wird sichtbar, das Ergebnis nicht.

Realistische Erwartung

Die direkte Entfernung einer Behörden-PM von der Ursprungswebsite ist in den allermeisten Fällen nicht möglich. Ihre Strategie muss auf zwei Säulen beruhen: Unterdrückung durch positive Inhalte und Entfernung von Sekundärquellen.


BEHÖRDEN IM VERGLEICH

Behörde für Behörde: Was jede Behörden-PM bedeutet und wen sie erreicht

BehördeEntfernbarkeit der PMBeste Strategie
SEC (Wertpapieraufsicht)Nicht möglichSekundärquellen + Unterdrückung
DOJ (US-Justizministerium)Nicht möglichSekundärquellen + Unterdrückung
BaFin (Deutschland)Sehr schwierigDSGVO-Antrag + Sekundärquellen
Staatsanwaltschaft (eingestelltes Verfahren)SituationsabhängigDSGVO-Antrag + redaktionelle Anfrage

DAS KI-SUCHPROBLEM

Das KI-Suchproblem: Warum Behörden-PMs in 2026 noch stärker werden

Google AI Overviews und andere KI-Suchtools bevorzugen autoritative Quellen — und Behördenwebsites sind per Definition hochautoritativ. Das bedeutet: Eine Behörden-PM, die in einem klassischen Google-Suchergebnis auf Platz 3 oder 4 erscheint, kann in einem KI-Overview-Ergebnis als primäre Informationsquelle über Sie erscheinen. Mit zunehmender Verbreitung von KI-gestützter Suche wird dieses Problem größer, nicht kleiner.


HÄUFIGE FRAGEN

Häufig gestellte Fragen

Kann eine Behörden-Pressemitteilung aus Google entfernt werden?
Die direkte Entfernung von der Behördenwebsite ist in den allermeisten Fällen nicht möglich. Was möglich ist: RTBF-Anträge bei Google (mit eingeschränkten Erfolgsaussichten bei Behördenquellen), die Deindexierung von Sekundärquellen und der Aufbau starker positiver Gegendarstellungen, die die Behörden-PM in den Suchergebnissen verdrängen.
Erscheint eine Behörden-Pressemitteilung in KI-Suchergebnissen?
Ja, sehr wahrscheinlich. Google AI Overviews und andere KI-Suchtools bevorzugen autoritative Quellen — und Behördenwebsites sind per Definition hochautoritativ. Mit zunehmender Verbreitung von KI-gestützter Suche wird dieses Problem eher größer als kleiner.
Was ist, wenn die Behörden-PM über ein Verfahren berichtet, das später eingestellt wurde?
Das ist eine der stärksten Situationen für eine DSGVO-basierte Argumentation. Wenn ein Verfahren eingestellt wurde, aber die Behörden-PM (die nur die Anklage dokumentiert) noch dauerhaft in Google erscheint, ist das ein klares Verhältnismäßigkeitsargument: Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit ist minimal, der Schaden für die Person erheblich. Für die RTBF-Anfrage bei Google sollten Sie Nachweise über die Einstellung des Verfahrens beilegen.

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