Negative Berichterstattung über eine Führungskraft ist kein rein persönliches Problem — sie ist ein Problem auf Unternehmensebene. Dieser Ratgeber erklärt, warum, und zeigt die konkreten Strategien, die für C-Suite-Klienten tatsächlich funktionieren: von der redaktionellen Anfrage bis zur DSGVO-gestützten Deindexierung.
Autor: Anthony Will, CEO & Co-FounderAktualisiert: 25. Mai 2026Sprache: Deutsch🌐 Englisch lesen
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Warum negative Presseberichterstattung über Führungskräfte das gesamte Unternehmen betrifft
Wenn ein potenzieller Geschäftspartner, Investor oder Vorstandsmitglied den Namen eines CEOs googelt und auf einen negativen Artikel stößt, hört die Prüfung dort nicht auf. Sie beginnt erst. Führungskräfte sind das Gesicht ihres Unternehmens — und negative Berichterstattung über sie strahlt direkt auf die Marke, die Bewertung und die Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens aus.
In unserer Arbeit mit über 5.000 Klienten seit 2013 haben wir beobachtet, wie ein einziger negativer Artikel einen M&A-Deal eingefroren, eine Finanzierungsrunde verzögert oder eine Vorstandsnominierung blockiert hat. Das sind keine Ausnahmen — das ist die Regel, sobald ein Artikel eine gewisse Reichweite und Sichtbarkeit erreicht hat.
Wichtige Erkenntnis
Due-Diligence-Teams bei Investoren, Acquirern und Aufsichtsbehörden führen standardmäßig Google-Recherchen zu allen Schlüsselpersonen durch. Ein negativer Artikel über den CEO, CFO oder Vorstand ist daher kein persönliches Reputationsproblem — er ist ein Unternehmensrisiko, das proaktiv adressiert werden muss.
ARTEN DER BERICHTERSTATTUNG
Arten der Berichterstattung über Führungskräfte und was jede erfordert
Art der Berichterstattung
Entfernbarkeit
Strategie
Eingestelltes Verfahren / Freispruch
Hoch
Redaktionelle Anfrage + RTBF
Sachliche Fehler im Artikel
Hoch
Korrekturanfrage mit Belegen
Alter Artikel über gelöste Situation
Mittel
RTBF + Verhältnismäßigkeitsargument
Regulierungsmaßnahmen (BaFin, etc.)
Mittel
Unterdrückung + Gegendarstellung
Aktuelle, belegte Berichterstattung
Schwierig
Unterdrückungsstrategie
BÖRSENNOTIERT VS. PRIVATUNTERNEHMEN
Börsennotiertes vs. privates Unternehmen: Unterschiedliche Regeln
Führungskräfte börsennotierter Unternehmen genießen weniger Datenschutz als Führungskräfte privater Unternehmen. Als öffentlich bekannte Person im Sinne des deutschen und europäischen Rechts — und insbesondere im Sinne des Kapitalmarktrechts — ist ihre Berufsausübung von erheblichem öffentlichem Interesse. Das macht die Entfernung von Artikeln über ihre Unternehmensfunktionen deutlich schwieriger.
Führungskräfte privater Unternehmen haben mehr Spielraum. Das Bundesverfassungsgericht hat im Lebach-Urteil den Grundsatz gestärkt, dass das Persönlichkeitsrecht — auch bei Personen mit einer gewissen Öffentlichkeitswirkung — zeitlich begrenzte Berichterstattungsinteressen überwiegen kann. Mit zunehmendem zeitlichen Abstand sinkt das öffentliche Interesse an einem Artikel, während das Schutzinteresse der Privatperson steigt.
AUSWIRKUNGEN AUF DEALS UND FINANZIERUNGEN
Wie negative Presse Deals, Finanzierungen und Versicherungen beeinflusst
Investoren, Banken und Versicherungen haben standardisierte Sorgfaltsprozesse, die systematische Online-Recherchen zu Schlüsselpersonen beinhalten. Ein negativer Artikel kann zu:
1
Erhöhtem Zinssatz oder Risikoaufschlag bei Fremdfinanzierungen, da Kreditgeber das Reputationsrisiko einpreisen
2
Verringerter Unternehmensbewertung bei M&A-Transaktionen, wenn die Gegenseite Reputationsrisiken als wertmindernde Faktoren einstuft
3
Erhöhten D&O-Versicherungsprämien oder Ablehnungen, wenn Versicherer Artikel über vergangene Verfahren als Risikofaktor bewerten
4
Blockierten Vorstandsnominierungen, da Aufsichtsratsmitglieder und Hauptversammlungen online recherchieren
PR, ANWÄLTE UND SPEZIALISTEN
PR-Agenturen, Anwälte und Reputationsspezialisten: Wer macht was?
PR-Agenturen sind am effektivsten bei der Erstellung positiver Gegendarstellungen, der Pflege von Medienkontakten und der Entwicklung einer langfristigen Kommunikationsstrategie. Sie können Artikel nicht entfernen, aber sie können den Kontext beeinflussen und positive Berichterstattung generieren, die negative Artikel verdrängt.
Anwälte sind am effektivsten, wenn klare rechtliche Grundlagen für eine Entfernung vorliegen: nachweislich falsche Tatsachenbehauptungen, Verletzung von Persönlichkeitsrechten oder DSGVO-Verstöße. Anwaltliche Schreiben erhöhen die Reaktionsgeschwindigkeit von Redaktionen erheblich — insbesondere bei kleineren Portalen.
Reputationsspezialisten wie RemoveNews.ai sind am effektivsten bei der direkten redaktionellen Kommunikation, der RTBF-Strategie, der Koordination mehrerer gleichzeitiger Anfragen und der Unterdrückungsstrategie durch positiven Content. Wir kombinieren alle drei Ansätze — und arbeiten ausschließlich erfolgsbasiert.
DER ENTFERNUNGSPROZESS
Der Entfernungsprozess für Fälle auf Führungsebene
1
Vollständige Bestandsaufnahme aller problematischen URLs inklusive syndizierter Kopien auf anderen Portalen
2
Situationsanalyse: Welche rechtlichen und sachlichen Argumente stehen zur Verfügung? Welche Dokumente können als Belege dienen?
3
Priorisierung nach Sichtbarkeit (welche URLs ranken für den Namen der Führungskraft?) und Entfernbarkeit
4
Direkte redaktionelle Kommunikation mit dem zuständigen Redakteur — professionell, sachlich, überzeugend
5
Parallele RTBF-Anträge bei Google für alle in Frage kommenden URLs
6
Unterdrückungsstrategie für Artikel, die sich nicht entfernen lassen: Aufbau positiver Inhalte, die den negativen Artikel auf Seite 2 verdrängen
HÄUFIGE FRAGEN
Häufig gestellte Fragen
Kann ein CEO einen negativen Artikel über sich aus Google entfernen lassen?
Ja, in vielen Fällen ist eine Entfernung möglich — insbesondere wenn der Artikel sachliche Fehler enthält, ein Verfahren eingestellt wurde oder der Artikel unverhältnismäßig alt ist. Die Erfolgsrate hängt stark von der Publikation, der Qualität der Begründung und dem Vorhandensein von Belegen ab. Führungskräfte börsennotierter Unternehmen haben es schwerer als Privatpersonen, da ihr öffentliches Interesse stärker gewichtet wird. RemoveNews.ai hat jedoch für zahlreiche C-Suite-Klienten Artikel aus deutschen und internationalen Medien entfernt.
Wie wirkt sich negative Berichterstattung über eine Führungskraft auf M&A-Due-Diligence aus?
Due-Diligence-Teams bei M&A-Transaktionen führen systematische Google-Recherchen zu allen Schlüsselpersonen durch. Ein negativer Artikel über den CEO oder CFO kann eine Transaktion verzögern, den Preis drücken oder bei bestimmten Investoren zum Rückzug führen. Besonders kritisch sind Artikel über Betrug, Regulierungsmaßnahmen oder persönliche Fehlverhalten. Selbst unbegründete oder längst geklärte Vorwürfe können in Due-Diligence-Berichten erscheinen und müssen aktiv adressiert werden.
Sollte eine Führungskraft öffentlich auf einen negativen Artikel reagieren?
In den meisten Fällen nein — zumindest nicht sofort und nicht ohne Beratung. Eine öffentliche Reaktion kann den Artikel algorithmisch aufwerten und damit seine Sichtbarkeit in Google erhöhen. Die Ausnahme: wenn der Artikel nachweislich falsch ist und eine klare Richtigstellung möglich ist. In diesem Fall kann eine präzise, faktenbezogene Reaktion sinnvoll sein — aber nur nach Abstimmung mit PR-Beratern und Anwälten.
Welche DSGVO-Rechte haben Führungskräfte bezüglich negativer Artikel?
Auch Führungskräfte genießen DSGVO-Rechte — allerdings in eingeschränkterem Umfang als Privatpersonen. Artikel über öffentlich bekannte Handlungen in der Berufsausübung genießen geringeren DSGVO-Schutz. Artikel über private Angelegenheiten, alte eingestellte Verfahren oder sachliche Fehler können jedoch erfolgreich per RTBF-Antrag bei Google angefochten werden. Das Bundesverfassungsgericht hat im Lebach-Urteil den Grundsatz gestärkt, dass das Persönlichkeitsrecht auch öffentlicher Personen zeitlich begrenzte Berichterstattungsinteressen überwiegen kann.
Negative Berichterstattung entfernen lassen — Sie zahlen nur bei Erfolg.
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