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Ratgeber für Rechtsanwälte — 2026

Das Disziplinarverfahren liegt hinter Ihnen. Die Artikel nicht.

Eine berufsrechtliche Sanktion, eine Rüge oder ein Zulassungsentzug kann — selbst nach erfolgreicher Wiederzulassung oder vollständiger Rehabilitierung — noch jahrelang in Google erscheinen. Dieser Ratgeber erklärt, was Rechtsanwälte konkret tun können.

Autor: Anthony Will, CEO & Co-Founder Aktualisiert: 25. Mai 2026 Sprache: Deutsch 🌐 Englisch lesen
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DAS ZWEISPURIGE PROBLEM

Wie berufsrechtliche Verfahren zu Medienpräsenz werden

Berufsrechtliche Verfahren gegen Rechtsanwälte werden in Deutschland von den Rechtsanwaltskammern öffentlich bekannt gemacht. Lokale und überregionale Medien berichten über solche Verfahren, insbesondere wenn sie mit Strafverfahren verknüpft sind. Das Ergebnis: Ein Anwalt, dessen Verfahren längst abgeschlossen und dessen Zulassung wiederhergestellt ist, kämpft möglicherweise noch Jahre später gegen Suchergebnisse, die das vergangene Verfahren prominent zeigen.

Die Wiederzulassung ist der stärkste argumentative Hebel in der Kommunikation mit Verlagen und bei DSGVO-Anträgen. Sie zeigt, dass die Berichterstattung nicht mehr dem aktuellen Stand entspricht und das Informationsinteresse der Öffentlichkeit erheblich abgenommen hat.

Lebach-Urteil-Relevanz

Das Bundesverfassungsgericht hat im Lebach-Urteil festgestellt, dass das Persönlichkeitsrecht einer Person — auch nach öffentlich bekannten Verfehlungen — mit zunehmendem Zeitabstand gegenüber dem öffentlichen Informationsinteresse überwiegen kann. Für Anwälte, deren Verfahren abgeschlossen ist, ist dies ein starkes Argument für die Entfernung alter Artikel. Die DSGVO Artikel 17 stärkt diesen Ansatz zusätzlich.


SPEKTRUM DER VERFAHREN

Das Spektrum berufsrechtlicher Sanktionen und ihre Auswirkungen

SanktionstypEntfernbarkeit des ArtikelsBester Ansatz
Rüge / Warnung (erledigt)HochRedaktionelle Anfrage + RTBF
Zulassungsentzug + WiederzulassungHochWiederzulassungsnachweis als Argument
Vorläufiges Berufsverbot (aufgehoben)MittelRTBF + redaktionelle Anfrage
Laufendes VerfahrenSchwierigUnterdrückungsstrategie

SCHRITT-FÜR-SCHRITT

Aktionsplan für Rechtsanwälte bei berufsrechtlicher Berichterstattung


HÄUFIGE FRAGEN

Häufig gestellte Fragen

Kann ein Anwalt einen Artikel über ein Disziplinarverfahren aus Google entfernen lassen?
Ja, insbesondere wenn das Verfahren abgeschlossen ist und eine Wiederzulassung erfolgt ist. Die Erfolgschancen sind hoch, wenn der Artikel nicht mehr dem aktuellen Stand entspricht. RemoveNews.ai hat zahlreichen Rechtsanwälten geholfen, entsprechende Artikel aus deutschen und internationalen Medien zu entfernen.
Hilft die Wiederzulassung bei der Entfernung eines Suspendierungsartikels?
Ja, erheblich. Die Wiederzulassung ist das stärkste Argument bei Redaktionen: Sie zeigt, dass die berufsrechtliche Angelegenheit vollständig gelöst ist, das Informationsinteresse der Öffentlichkeit gesunken ist und der Artikel ein verzerrtes Bild der aktuellen Situation zeichnet. Viele Redaktionen sind bereit, solche Artikel zu aktualisieren oder zu entfernen.
Wie lange bleiben Artikel über berufsrechtliche Verfahren in Google?
Theoretisch unbegrenzt — Google deindexiert Artikel nicht automatisch mit zunehmendem Alter. In der Praxis verringert sich die Sichtbarkeit alter Artikel, wenn neue Inhalte hinzukommen. Aber ohne aktive Entfernung oder Deindexierung können solche Artikel jahrelang prominent für Namenssuchen erscheinen.
Was sagt die DSGVO zu alten Artikeln über Rechtsanwälte?
Die DSGVO Artikel 17 gibt EU-Bürgern das Recht auf Löschung ihrer personenbezogenen Daten unter bestimmten Umständen. Für Rechtsanwälte gilt: Artikel über abgeschlossene Verfahren, insbesondere bei Wiederzulassung, können per RTBF-Antrag bei Google erfolgreich angefochten werden. Das Bundesverfassungsgericht hat zudem im Lebach-Urteil bestätigt, dass das Persönlichkeitsrecht mit zunehmendem Zeitabstand stärker wiegt.

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